Altstadt-Oase mit Charme, Kunst und unverhofften Klängen

Idsteiner Hochzeitsgarten für frisch Vermählte und Erholungssuchende

Hochzeitsgarten

Noch herrscht im Idsteiner Standesamt keine Hochsaison. Die Zahl der Eheschließungen steigt in der Regel erst ab April an. Die Stadt Idstein nutzt deshalb die Zeit, den Hochzeitsgarten in der Schlossgasse für die kommende Saison vorzubereiten. Seit seiner Einrichtung ist der ruhig gelegene Garten nicht nur Aufenthaltsort für frisch Vermählte und ihre Gäste nach der standesamtlichen Trauung sondern bei vielen Idsteinern ein Geheimtipp für kurze und entspannende Erholungspausen. Mit einem Buch in der Hand sitzen hier die Besucher und genießen Vogelgezwitscher und Ruhe. Im vergangenen Sommer aber hatten sie die Gelegenheit zu unverhofftem Musikgenuss. Eingeschränkt durch die Corona-Verordnungen verlegte die Musikschule Idstein schon mal ihre Unterrichtsstunden in den Hochzeitsgarten.


Unterhalb der historischen Verwaltungsgebäude – dem heutigen Ordnungsamt – gelegen punktet die kleine Anlage vor allem im Frühjahr und Sommer mit seinem romantischen Gesamteindruck. Bruchsteinmauern, Blumenspaliere und Kunstobjekte laden zu einem Rundgang durch die kleine, grüne Oase ein. So findet sich hier unter anderem ein großes Idsteiner Stadtwappen aus Sandstein, das während des Hessentages 2002 von einem Steinmetz des Hessenparks in zehntätiger Arbeit entstanden war. Eine Granit-Skulptur namens  „Grenzsäule“ erinnert seit 2004 an 30 Jahre Partnerschaft mit der niederländische Gemeinde Heusden, heute Teil von Vlijmen. Und auch eine Arbeit von Bert Van Mieghem, Künstler aus dem belgischen Zwijndrecht und Idsteiner Stadtzeichner 2002, fand den Weg in den Idsteiner Hochzeitsgarten. Die Skulptur „Dialog II“ korrespondiert mit dem „Dialog I“ des Bildhauers in der Schulze-Delitzsch-Straße, hat mit diesem vor allem die überdimensionalen Nasen gemeinsam und trägt den vielsagenden Untertitel „Ehe“.


Um den schönen Gesamteindruck der Grünanlage zu erhalten, bedarf es intensiver Pflege. Schon im vergangenen Jahr mussten die Bauhofmitarbeiter einen beschädigten Maschendrahtzaun entfernen. Jetzt konnte ein neuer, stabiler Zaun gesetzt werden, der aber bald von einer Hainbuchenhecke und Stauden verdeckt werden soll. Problematisch waren in jüngster Zeit die Stolperkanten, die auf einen Teil der Wege entstanden waren. Das Wurzelwerk der nahestehenden Bäume hatte Gehwegplatten und Pflaster angehoben. Der besonders stark betroffene, nord-östlich gelegene Bereich des Weges wurde jetzt von einer Fachfirma neu angelegt. Sobald es die Temperaturen zulassen, wird  außerdem die strapazierte Rasenfläche aufgearbeitet. Rechtzeitig zum Beginn der Hochzeitssaison sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Letzte Änderung: 30.03.2021 09:57 Uhr