Die Goldsteine kommen zurück – der Frühling naht!

Beton-Kunstwerk auf dem König-Adolf-Platz mit neuer Strahlkraft

Goldsteine

Es ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Frühling nach Idstein kommt: Am Freitag, den 19. März, kehren die Goldsteine aus ihrem Winterlager im Idsteiner Bauhof zurück auf den König-Adolf-Platz. Vorbei ist für das Betonkunstwerk die Zeit in Dunkelheit und Abgeschiedenheit, bald glänzen die überdimensionalen Steine des Heftricher Künstlers Sven Backstein vor dem Rathaus in der Sonne wieder um die Wette.


Wer dann ganz genau hinschaut, wird feststellen, dass die drei Kunstobjekte in diesem Frühjahr ganz besonders strahlen. Zu verdanken ist dies einer umfassenden Restaurierungsmaßnahme. Denn die Zeit im Winterlager wurde in diesem Jahr nicht nur für eine Reinigung der Steine, sondern zugleich für einen kompletten Neuanstrich genutzt. Dieser war notwendig geworden, da die Farbe an verschiedenen Stellen bereits sehr abgewetzt war und der blanke Beton zum Vorschein kam.  


Seit der Aufstellung vor dem Idsteiner Rathaus 2008 werden die Goldsteine – für manchen sind es auch goldene Kartoffeln, Nuggets oder Murmeln – nicht nur als Kunstwerk, Idsteiner Kulturbesitz oder Teil des Idsteiner Stadtbildes sondern vor allem als interessanter Aufenthaltsort von Idsteinern und Touristen gleichermaßen wahrgenommen. Berührungsängste gibt es wenige. Das Betonkunstwerk wird in der Zeit zwischen Frühlingsanfang und Weihnachtsmarkt ausgiebig von großen und kleinen Fans bespielt. Sie klettern darauf herum, hüpfen herunter oder springen von Stein zu Stein. Mancher beobachtet stehend von oben herab das Treiben auf dem Platz, andere nehmen gemütlich in einer Kuhle Platz. Und das ein oder andere Eis wird genussvoll darauf vertilgt. Als „schönster Spielplatz“ in der Idsteiner Altstadt sind die goldenen Steine nicht nur ein Hingucker, sondern ein echtes Möbel für die Fußgängerzone, das die Aufenthaltsqualität auf dem König-Adolf-Platz für Groß und Klein nicht unerheblich steigert.

  

Die anfangs diskutierte Frage, ob es sich bei den Betonsteinen überhaupt um Kunst handele, wird inzwischen höchstens noch von Touristen gestellt. Dass sich nach 13 Jahren innigen und intensiven Gebrauchs die Farbe abgenutzt hat, ist durchaus auch ein Zeichen für die große Akzeptanz der Kunstobjekte im Idsteiner Altstadt-Alltag. Der alte Goldanstrich wurde in den vergangenen Wochen deshalb von allen drei Steinen abgestrahlt und anschließend die neue Spezial-Farbe aufgetragen. Ausgewählt wurde in Absprache mit dem Künstler natürlich der gleiche Gold-Ton wie beim Original-Anstrich.

Transportieren und abladen werden Mitarbeiter des Bauhofs die gewichtigen Steine, immerhin jeweils eine Tonne schwer, nacheinander mit einem Kranfahrzeug der Idsteiner Stadtwerke, gesichert mit besonders zugfesten Gurten.

Letzte Änderung: 23.03.2021 10:40 Uhr