Residenzschloss


Ein Baum für 71.000 gefahrene Rad-Kilometer​​​​​​​

Stadt Idstein belohnt STADTRADELN-Teilnehmer symbolisch


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Drei Wochen lang haben sich 353 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen der Kampagne STADTRADELN in Idstein ganz besonders für das Klima angestrengt. Sie tauschten im Alltag das Auto gegen das Rad, legten den Schulweg mit dem Rad statt wie gewohnt mit dem Bus zurück oder traten nach Feierabend tapfer noch einige Runden in die Pedale. Manche trafen sich auch in Gruppen, um für ihr Team Kilometer zu machen. 38 Teams beteiligten sich aktiv am ersten STADTRADELN in Idstein und unterstützten damit die 14. Kampagne des Klimabündnis. Die Resonanz der Idsteiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer war bisher durchweg positiv.


Inzwischen sind nicht nur die per App getrackten Kilometer gezählt, sondern auch die über Formulare gesammelten Kilometer wurden ins System eingepflegt. Zeit also, Bilanz zu ziehen. Insgesamt sind die Teilnehmer, darunter immerhin 33 Parlamentarierinnen und Parlamentarier, in den vorgegebenen 21 Tagen 71.149 Kilometer gefahren. Hätten sie diese Strecken komplett mit dem Auto zurückgelegt, wären 10 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxyd angefallen. Mit dieser Berechnung möchte das Klimabündnis darauf aufmerksam machen, wie sich durch den Umstieg auf das Fahrrad sehr schnell größere Mengen Kohlendioxyd einsparen lassen.


„Jeder einzelne Teilnehmer hat zu diesem großartigen Ergebnis nach besten Kräften beigetragen. Deshalb wollen wir niemanden besonders hervorheben“, erklärt Bürgermeister Christian Herfurth zum Abschluss der Aktion, die auch deshalb nicht mit Einzelpreisen oder auf Papier ausgedruckten Urkunden belohnt werden soll. Denn beteiligt haben sich Teams unterschiedlicher Größe: Firmen, Schulen, Vereine und Initiativen und eben auch Mitglieder der politischen Gremien, die sich die Kampagne STADTRADELN als besondere Zielgruppe auserkoren hat. Denn gerade diese sollen, so die Idee, ihre Kommune in wahrsten Sinne aus dieser oft neuen Perspektive „erfahren“.


Die einzelnen Gruppen seien untereinander schwer vergleichbar, so Bürgermeister Herfurth. Spitzenreiter Storck Bicycle sei mit 15 Radelnden auf 8.614 Kilometer gekommen, die Montessori Schule mit ebenso vielen Radfahrenden auf 700 Kilometer. „Beide Gruppen haben aber einen wichtigen und durchaus gleichwertigen Beitrag für die Kampagne geleistet“, so Herfurth. Als Anerkennung für das gemeinschaftliche Engagement, für den Einsatz aller Teams und auch für den völligen Verzicht der beiden STADTRADELN-Stars Dr. Birgit Anderegg und Peter Swarovsky-Pergande auf das Auto, will die Stadt Idstein im Herbst  einen zusätzlichen Baum, eine Esche, am Fuß- und Radweg im Bereich des Generationenparks pflanzen. „Diese Esche hat natürlich eher symbolhaften Charakter, wenn man davon ausgeht, dass ein Baum etwa 10 Kilogramm CO2 im Jahr binden kann. Aber jeder Baum ist ein Beitrag für ein besseres Klima, genauso wie jeder Kilometer, der in diesen drei Wochen mit dem Rad zurückgelegt wurde. Und die Esche wird uns dann hoffentlich über viele Jahre an die erste Beteiligung am STADTRADELN erinnern“, so Herfurth.


Wer sich für das genaue Ranking der Idsteiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessiert, dem sei ein Blick auf die Internetseite www.stadtradeln.de/idstein empfohlen. Nachzulesen ist dort auch der Blog, in dem die beiden STADTRADELN-Stars Dr. Birgit Anderegg und Peter Swarovsky-Pergande in Wort und Bild über ihre Erfahrungen berichten. Weitere Möglichkeiten, neue Erfahrungen mit dem Rad zu sammeln, haben 66 Idsteiner im Zeitraum vom 8. Juli bis 30. September. Über die Aktion des Landes Hessen „Radfahren neu entdecken“ kommen sie in den Genuss, zwei Wochen lang ein E-Bike – darunter auch Lastenräder – kostenlos ausgiebig zu testen. Inzwischen sind alle Fahrräder für diese Aktion aufgrund der positiven Resonanz vergeben.


Letzte Änderung: 26.07.2021 11:29 Uhr