Residenzschloss


Vertrauen braucht Zeit und konstanten Kontakt - Wiederaufnahme der Aufsuchenden Jugendarbeit in Idstein


Jugendpfleger Martin Schilling im Gespräch mit Jugendlichen
Die Temperaturen steigen, das Wetter wird stabiler und es bleibt abends wieder länger hell. Eigentlich ist dies die Zeit, in der Jugendpfleger Martin Schilling in Idstein regelmäßig seine Runden dreht und mit Jugendlichen in Kontakt kommt. In den letzten 15 Monaten war das aufgrund der Kontaktbeschränkungen leider nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Weil nun aber die Inzidenz im Rheingau-Taunus-Kreis momentan stabil unter 100 liegt und daher die Kontaktbeschränkungen gelockert werden, könnte es im Juni mit der Aufsuchenden Jugendarbeit wieder losgehen.


"Das Bedürfnis der Jugendlichen, sich draußen mit Freunden zu treffen, ist groß. Die Zeit der Isolation hat bei vielen Jugendlichen Narben hinterlassen‘‘, berichtet der Jugendpfleger des Amts für Soziales, Jugend und Sport. In den vergangenen Monaten hat er, statt wie gewohnt im Jugendzentrum zusammen mit den Besuchern Freizeitangebote zu planen und umzusetzen, sehr viele Beratungsgespräche geführt und war über digitale Wege mit vielen Idsteiner Jugendlichen in Kontakt geblieben. Sobald es die gesetzlichen Bestimmungen zulassen, wird er nun auch wieder regelmäßig im Freien an Jugendtreffpunkten in der Kernstadt und in Wörsdorf anzutreffen sein. Wenn es zum Gespräch kommt, hört er zu und bietet bei Bedarf auch Unterstützung bei Problemen an: "In der Vergangenheit waren die Probleme der Jugendlichen, über die sie sprechen wollten, oft speziell in einem Lebensbereich verortet: Schule und Ausbildung, Familie oder Freundschaft. Ich bin gespannt, ob und wie sich das im letzten Jahr verändert hat‘‘.


Der Jugendpfleger versteht sich und seine Aufgabe jedoch nicht als reinen "Problemlöser", sondern in erster Linie als Ansprechpartner und konstante Kontaktperson: "Kein Jugendlicher kommt direkt beim ersten Kontakt auf mich zu und erzählt mir von seinen Sorgen", klärt Martin Schilling auf. Der Aufbau eines solchen Vertrauensverhältnisses brauche Zeit: "Man muss sich für die Lebenswelt der Jugendlichen interessieren, also: Was für Musik gefällt ihnen, welche Videospiele sind gerade angesagt und wo liegen die Interessen". Manchmal entstehen daraus auch kleinere Angebote oder Projekte, die dann gemeinsam mit den Jugendlichen umgesetzt werden, wie beispielsweise ein kleines Basketballturnier in Wörsdorf oder eine Grillaktion im Garten des Jugendzentrums in der Schlossgasse.



Weitere Informationen und Kontakt:

Martin Schilling

Amt für Soziales, Jugend und Sport

Tel: 06126 78 322

E-Mail: Martin.Schilling@idstein.de

Letzte Änderung: 10.06.2021 13:17 Uhr