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Wie benehme ich mich in Wald und Flur?

Der neue „Feld- und Wald-Knigge“ gibt Antworten

Wald-Knigge

 © Amt für den Ländlichen Raum

Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit draußen in der Natur. Wandern, Joggen, Radfahren, den Hund ausführen – zunehmend bleiben diese Freizeitaktivitäten jedoch nicht ohne unschöne Hinterlassenschaften oder gar Schäden. Immer öfter kommt es außerdem zu Missverständnissen zwischen Erholungssuchenden und Land- oder Forstwirten. Der neue „Feld- und Waldknigge“, initiiert von der Stadt Idstein und herausgegeben vom Amt für den Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz, möchte für ein besseres Miteinander und gegenseitiges Verständnis in Wald und Flur werben.


Das Amt mit Sitz in Hadamar ist als integrierte Fachbehörde in den Bereichen Landwirtschaft und Landentwicklung für den Landkreis Limburg-Weilburg, den Rheingau-Taunus-Kreis und die kreisfreie Stadt Wiesbaden zuständig.


Gemeinsam stellten jetzt Kathrin Hörter und Anett-Christin Hochheim vom Amt für den Ländlichen Raum, der Erste Kreisbeigeordnete des Kreises Limburg-Weilburg, Jörg Sauer,  sowie Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth und die städtischen Mitarbeiterinnen Karen Koch und Birgit Schiller-Wegener mitten auf einem Feldweg zwischen Walsdorf und Würges den gemeinsam erarbeiteten „Feld- und Waldknigge“ vor. In dem Flyer werden einfache Verhaltensregeln formuliert, die zwar selbstverständlich sein sollten, aber oft vergessen werden. So sollten beispielsweise Hunde beim Spaziergang im Wald angeleint sein, Radfahrer und Spaziergänger sollten die Wege nicht verlassen, Feldfrüchte nicht gepflückt oder geerntet werden.


Auch die Auswirkungen eines rücksichtslosen Umgangs mit der Natur werden mit einfachen Worten kurz aufgezeigt: Wildtiere ziehen sich zurück, Vogelarten verschwinden, Pflanzen werden geschädigt, angebautes Viehfutter verunreinigt. Verbliebener Müll vom Picknick sieht nicht nur unschön aus, sondern erhöht die Verletzungsgefahr für Wildtiere und kann im Extremfall sogar zu Zündmaterial für Waldbrände werden.


Ausdrücklich verweist der Flyer auf die Funktion der Feldwege. Diese seien in erster Linie Wirtschaftswege für die Landwirte. Über diese Wege erreichen sie Äcker und Wiesen, um dort auch an Sonn- und Feiertagen Lebensmittel und andere nachwachsenden Rohstoffe zu erzeugen. Deshalb heißt es ausdrücklich im „Feld- und Waldknigge“: „Bitte gewähren Sie dem landwirtschaftlichen Verkehr Vorrang!“ Das im Flyer dazu formulierte Motto lautet: „Rücksicht macht Wege breit“. Soll heißen: Wenn jeder an die Bedürfnisse der anderen Nutzer der Wege denkt, bieten diese Wege für alle ausreichend Raum. Das Motto mit passenden Signets wird demnächst auf den einen oder anderen Feldweg der Region aufgesprüht – eine Aufgabe, die die Landjugend übernehmen möchte.





Letzte Änderung: 08.10.2021 08:44 Uhr